Chaotischer Catalysator Stipendium
Kindliche Perspektiven auf Interaktionen mit sozialen Robotern
Eine Repertory Grid Analyse
| Hochschule: | Universität Erfurt |
|---|---|
| Fachbereich: | Philosophische Fakultät, Kinder- und Jugendmedien |
| Studiengang: | Kinder- und Jugendmedien |
| Geschrieben von: | Carolin Kinzl |
| Veröffentlicht unter: | - |
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Kinder wurden in der Auseinandersetzung mit Robotern als potenzielle Interaktionspartner bisher nicht fokussiert. Da sie eine gesellschaftliche Gruppe sind, die von Innovationen im Bereich sozialer Robotik in ihrem Alltag ultimativ betroffen sein wird, ist das Einbeziehen ihrer Perspektive notwendig. Dadurch werden die Bedürfnisse von Kindern, die hinsichtlich dieser Roboter als potenziellen Interaktionspartnern entstehen, identifiziert. Anhand der Ergebnisse wird diskutiert, was sie für einen souveränen Umgang mit ihnen benötigen.
Diese Studie untersucht daher die kindliche Perspektive auf Interaktionen mit sozialen Robotern unter Verwendung der Repertory Grid Methode. Mittels dieser besteht eine große Offenheit gegenüber den persönlichen Vorstellungen jedes einzelnen befragten Kindes, während zudem ein interindividueller Vergleich möglich wird. Die Analyse konzentriert sich auf die Konstrukte, die Kinder für humanoid und dinglich gestaltete soziale Roboter in Bezug auf die Aktivitäten „etwas Bauen“, „Fußballspielen“ und „Brettspiele spielen“ verwenden. Daran wird deutlich, welche Eigenschaften aus Perspektive der Kinder bei Robotern als Interaktionspartnern wesentlich sind. In Zusammenhang mit verschiedenen Interaktionen mit sozialen Robotern wurden die meisten Konstrukte in Bezug auf deren Aussehen, Individualität und Charakter, soziale Interaktionen und Beweglichkeit und Mobilität genannt. Relevant für die Einordnung der kindlichen Perspektive ist dabei insbesondere das Phänomen des Anthropomorphismus. Die große Anzahl der im Bereich „soziale Interaktion“ eingeordneten Aspekte zeigt, dass trotz der großen Offenheit der Befragung sehr viele Einblicke konkret in Bezug auf Interaktionen gewonnen wurden. Dagegen gingen die befragten Kinder nicht auf Bereiche wie die Beschaffenheit und Haptik der Roboter sowie ein integriertes Display oder die Gestaltung eines Gesichts ein. Weiterführende Forschung könnte die Repertory Grid Methode vertieft untersuchen und den Einfluss von Kontexten, Vorwissen der Kinder über KI, Technikaffinität sowie Alters- und Geschlechtsunterschiede in den Fokus nehmen.
Abstract
The debate on robots as potential interaction partners has not yet considered children. As a social group that will ultimately be affected by innovations in social robotics in their everyday lives, their perspective must be included. Thus, the needs of children that arise related to these robots as potential interaction partners are identified. The results are discussed with regard to what children need in order to interact competently with social robots.
This study therefore examines children's perspectives on interactions with social robots using the Repertory Grid Method. This method achieves a high degree of openness towards the personal perceptions of each child interviewed. It also allows an inter-individual comparison of the obtained results. The analysis focuses on the constructs that children use for humanoid and tangible social robots in relation to the activities "building something", "playing soccer" and "playing board games". This clarifies which characteristics are essential for robots as interaction partners from the children's perspective. In the context of various interactions with social robots, most constructs were mentioned in relation to their appearance, individuality and character, social interactions, and agility and mobility. The phenomenon of anthropomorphism is particularly relevant for classifying the child's perspective. The large number of aspects categorized under "social interaction" shows that, despite the openness of the survey, many insights appeared specifically in relation to interactions. In contrast, the children surveyed did not address areas such texture and haptics of the robots, an integrated display, or the design of a face. Further research could investigate the repertory grid method with focus on the influence of contexts, children's prior knowledge of AI, affinity for technology, as well as age and gender differences.